Mai 18

7(,)5km – Der erste Saarlunderlauf

Eine Gruppe Läufer, die auf der Hälfte der Strecke um Luft ringt. #dreikilometer

Nur eine Woche nach dem Landeslager wartete das nächste Highlight auf uns: der Saarlunderlauf! Das saarländische Pendant zum renommierten Burgunderlauf, der jedes Jahr über 75km in Rheinland-Pfalz stattfindet, feierte dieses Jahr sein Debüt. Mit rund 7,5km umfasste die Route sämtliche Stämme des Gau Saar, sodass Ausdauer und Ortskenntnis gefragt waren. Der Lauf, der eigentlich als Alpha-Testversion gedacht war, wurde überraschend gut besucht und wir durften uns sogar über internationale Gäste freuen. Aus dem “Mutter-Gau” des großen Vorbildes, dem Burgunderlauf, waren sechs mutige Gau Neuburgundler angereist. Hinzu kamen 17 weitere Teilnehmer aus dem Gau Saar. Bei jeder erdenklichen Wetterlage schlugen wir uns tapfer durch das Dickicht am Fuße des Eschbergs, überwanden so manchen reißenden Fluss und erklammen jede einzelnde der 42 Stufen des Schwarzenbergturms. Die beliebteste Station war der Abenteuer Spielplatz, der selbst die fittesten Läufer endgültig ans Ende ihrer Kräfte trieb. Aber es gab halt ein Spielgerät, auf dem man – wenn auch etwas zweckentfremdet verwendet – in die Luft geschleudert wurde. Und wer kann da schon wiederstehen? Am Ende des ereignisreichen Tages belohnten wir unseren Fleiß mit einer ausgewogenen Schwenk-Session an der Start- und Zielstation des Laufs in Scheidt. Die Alpha Version des Saarlunderlaufs ist insgesamt sehr erfolgreich verlaufen und wir freuen uns sehr auf die Open-Betaversion im nächsten Jahr!

Die Station Abenteuerspielplatz wurde wörtlich genommen.

 

Gezeichnet von den 42 Stufen des Schwarzenbergturms ruft ein Teilnehmer nach Hilfe und möchte in seiner misslichen Lage nicht fotografiert werden.

Gezeichnet von den 42 Stufen des Schwarzenbergturms ruft ein Teilnehmer nach Hilfe und möchte in seiner misslichen Lage nicht fotografiert werden.

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Das verdiente Abschlussschwenken!

 

Mai 18

rps infiziert den ScheidterHaufen!

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Ein Geschenk des größtenteils rheinland-pfälzischen Aufbauteams an die saarländische Lagerleitung.

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Das zu keinem Zeitpunkt einsturz-gefährdete Lagertor mit dem offiziellen Lagerlogo.

Unter dem Motto „rps infiziert“ fand vom 04. bis 08. Mai das VCP/RPS Landeslager im pfälzischen Hauenstein statt. Über 600 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus dem VCP Land Rheinland-Pfalz/Saar trafen sich bei sommerlichem Wetter, um dem rps-Virus auf den Grund zu gehen. Darunter waren auch ca. 70 „infizierte“ Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem Saarland, die Hälfte davon vom ScheidterHaufen.

Ein kleiner Teil des Gau Saar – inklusive der Landeslagerleitung aus dem ScheidterHaufen – war auch schon vor Ort, da sie in die Mitarbeit beim Landeslager eingebunden waren. Nach einer etwas stressigen Anreise (Danke, Bahn) erwartete uns die erste Herausforderung: Wir mussten im Dunkeln aufbauen. Dies meisterten wir aber souverän, sodass wir auch direkt nach dem „Abendessen“ um 0:30 schlafen gehen konnten.

Am nächsten Morgen wurden wir von Prof. Dr. Bazilli, dem Chefarzt vor Ort, in die Regeln der Forschungsstation eingewiesen und nach unseren Symptomen in verschieden Therapiegruppen aufgeteilt. Leider konnte unsere Therapie jedoch nur die Symptome des rps-Virus lindern. Daher forschte Prof. Dr. Bazilli mit seinem Expertenteam, in dem auch einige Doktoren aus dem ScheidterHaufen arbeiteten, nach einem „Heilmittel“.

Nach einigen Tagen der intensiven Forschung wurde endlich ein Gegenmittel gefunden. Um dieses in ausreichenden Mengen herstellen zu können, mussten wir allerdings erst entsprechende Heilkräuter zusammentragen. Dazu orientierten wir uns an den Apotheken in der Umgebung, die wir auf einer mehrstündigen Tour abliefen und alle Zutaten sammelten.

Prof. Dr. Bazilli verließ sich jedoch nicht nur auf die Schulmedizin. So veranstalte er mit seinem Team auch einem Gottesdienst, um unseren Symptomen ein wenig Linderung zu verschaffen. Als auch dies nicht viel half, beschworen wir die guten Tschai-Geister, damit unser Heilmittel wirklich wirkte. Nach dieser Prozession galten wir als geheilt und das Forschungscamp wurde beendet. Kurz vor unserer Abreise musste Prof. Dr. Bazilli uns jedoch gestehen, dass es für das rps-Virus kein Heilmittel gab. Die Einnahme der Medizin hatte lediglich zu einer Mutation des Virus geführt. Dies war aber gar nicht so schlimm, da das rps-Virus nun ein gutes Virus ist, welches wir unser Leben lang in uns tragen und das uns zu besseren Pfadfinderinnen und Pfadfinder macht.

Das Landeslager hat uns insgesamt sehr gut gefallen – vom Lagerplatz über das Programm und natürlich das phänomenale Wetter hat alles gestimmt. Eine besondere Freude war es uns, dass ein älteres Stammesmitglied wieder den Weg zu seinem alten Stamm gefunden hat. Voller Vorfreude blicken wir nun dem Bundeslager „Weitblick“ entgegen, das im nächsten Jahr in Wittenberg stattfinden wird. Vielleicht findet ja auch dort wieder das ein oder andere ältere Stammesmitglied den Weg zu uns. Wir würden uns freuen! :-)

Mrz 24

Du bist TurmUni-Student,wenn…

…du vom 18. bis 23. März 2016 ‘ne ganz gute Zeit im Nibelungenturm Worms hattest und nebenbei wichtige Dinge gelernt hast

…du dich in einem studentenartigen Schlafzyklus befindest

…du dich ständig fragst, wo du deinen Ordner hingelegt hast

…du studentenuntypisch gut bekocht wirst

…du immer vergisst, dass man sich nicht melden muss, wenn man etwas sagen will

…du deshalb sehr oft so tust, als ob du dich am Kopf kratzt

…du plötzlich von Pfadfindern aus anderen Gauen umgeben bist, die irgendwie alle ganz schön okay sind

…du dich fühlst als ob du in Hogwarts wärst, weil du in einem Turm lebst

…du Muskelkater vom Treppensteigen hast

…du dir wünschst, dein richtiges Studium würde auch so gut laufen

…du merkst, dass dein bisheriges Pfadfinder-Weltbild durchaus ausbaufähig ist

…du dich freust, wenn Obst in der Obstschale liegt und keine Leberknödel

…du feststellen musst, dass dein eigenes geheimes Klo im vierten Stock auch das geheime Klo aller anderen war

…du von Mahlzeit zu Mahlzeit denkst statt von Referat zu Referat

…du die Lieder aus den Singerunden bei Spotify eingibst, um den Ohrwurm loszuwerden

…du auf einmal Spaß daran hast, etwas zu lernen

…du mit verbundenen Augen durch Worms läufst

…du gegen Bäume rennst

…du dich plötzlich auf dem EU-Sondergipfel befindest und Italiens Interessen in der EU-Flüchtlingspolitik vertrittst

…du erfreut feststellst, dass viele bekannte Gau Saar Gesichter unter den Dozenten sind

…du dich nicht darüber wunderst, dass in der Küche klassische Musik läuft

…du dich nicht darüber wunderst, dass in der Küche Gangster-Rap läuft

…du bei der Chai Zeremonie betest, dass der Rauchmelder aus bleibt

…du dich freust, dass der Gau Saar nun um zwei frischgebackene TurmUni Bachelor aus dem ScheidterHaufen reicher ist

Jan 28

Wir sind Ehrenamtspreis!

Am 24. Januar wurde uns in der Saarbrücker Johanneskirche der Ehrenamtspreis der evangelischen Kirchen an der Saar verliehen. In der Kategorie “Leitungshandeln” wurden wir dafür prämiert, dass junge Leute bei uns sehr früh die Möglichkeit erhalten, Verantwortung zu übernehmen und eigenständig zu Handeln. Im Anschluss an die Verleihung informierten sich viele Interessenten über unsere Arbeit und konnten sich auch die offizielle Broschüre des Ehrenamtspreises 2015 mitnehmen, die eine ausführliche Beschreibung des Preises, aller Nominierten und unserer Aktivitäten enthält. Der Bericht über uns erschien unter dem Titel “Ein gut organisierter Haufen – Wie bei den Pfadfindern vom Stamm „ScheidterHaufen“ junge Leute ehrenamtlich eine aktive Jugenarbeit auf die Beine stellen” und beschreibt uns wie folgt:VerleihungEhrenamtspreis_24_01_2015_web2)

“Seit 32 Jahren gibt es den Pfadfinderstamm „ScheidterHaufen“ in Saarbrücken Scheidt. Er gehört zum Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und hat derzeit 80 Mitglieder. Pfadfinderarbeit funktioniert ganz ohne hauptamtliche Mitarbeiter und zeichnet sich vor allem durch das freiwillige Engagement der leitenden Stammesmitglieder aus, hauptsächlich Schüler und Studenten. „Wir werden oft gefragt, wie wir es
trotzdem schaffen, unseren Laden am Laufen zu halten. Das bedeutet in unserem Fall, aktiv Jugendarbeit zu betreiben, indem wir wöchentlich Sippenstunden anbieten, Aktionen durchführen und in den Schulferien mehrtägige Lager veranstalten. Die simple Antwort lautet: mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement“, sagt Janusz Ehrlich von der Stammesführung. Ein Dreierteam leistet derzeit die Gesamtkoordination, unterstützt von einem Materialbeauftragten für die Wartung und Pflege des Zelt-,Koch,- und Freizeitmaterials, einem Finanzbeauftragten, der die Stammeskasse verwaltet, einer Öffentlichkeitsbeauftragten und einem Stammesältesten, der seine langjährige Erfahrung einbringt und das
alljährliche „Stammesthing“ organisiert. Der Stamm „ScheidterHaufen“ pflegt eine offene und transparente Organisationsstruktur. Kinder ab 13 Jahren erhalten bereits Verantwortung und werden nach dem Motto „learning by doing“ in die Arbeit des Stammes integriert. Ab 16 Jahren gehört man zu den „Großen“, von denen viele eine eigene Sippe übernehmen oder ein Amt in der Stammesleitung ausfüllen. „Zugegeben, führt dies von Zeit zu Zeit zu etwas chaotisch wirkenden Zuständen im Vorfeld von Veranstaltungen, doch durch ein hohes Maß an Spontaneität und Improvisationsgeschick gelingt es, jede Veranstaltung zu einem guten Abschluss zu bringen“, berichtet Ehrlich. Die anschließende Reflexion der Arbeit gehört zum pädagogischen Konzept. So erkennen die Kinder und Jugendlichen früh, dass hinter jeder schönen Aktion eine Menge Arbeit steckt und entwickeln eine Wertschätzung für die Angebote. Niemand muss Angst vor Fehlern haben und Kinder früh lernen, dass die Arbeit im Hintergrund einer Veranstaltung genau so viel Spaß machen kann wie die Teilnahme. Der Stamm „ScheidterHaufen“ beteiligt sich an vielen (über)regionalen Aktionen wie der Nacht der Kirchen, der zentralen Aussendefeier des Friedenslichtes und dem Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt. Auch beim deutschen evangelischen Kirchentag engagieren sich jedes Mal viele als Helferinnen und Helfer. Die Sippenleiter machen wöchentlich Programm mit ihren Sipplingen, dürfen aber auch ab und zu noch einmal in die Rolle der Teilnehmer schlüpfen, wie zum Beispiel beim „Abendlager“, bei dem eine Woche lang eine Art „Pfadfinder-WG“ gegründet wird, oder beim jährlichen „Landesführerlager“. der Stamm „ScheiderHaufen“ steht beispielhaft für eine Kinder- und Jugendarbeit, die von der Gruppenebene bis zur Bundesebene ehrenamtlich geführt und verantwortet wird.” (Autoren: Janusz Ehrlich, Michelle Würtz, Editoren der Broschüre zum Ehrenamtspreis 2015)

Wir freuen uns sehr über den Preis und möchten natürlich auch weiterhin an unserem Konzept festhalten und junge Leute so früh wie möglich in die aktive Stammesarbeit integrieren!

Okt 10

Wer findet…Mr.X?

Am Freitag, den 09. Oktober 2015 trafen sich 16 Pfadfinderinnen und Pfadfinder, um die mysteriöse Diebesbande von Mr. X dingfest zu machen. Diese trieb bereits seit einigen Wochen ihr Unwesen in der Saarbrücker Innenstadt. Durch Mithilfe eines Insiders gelangten Informationen über den Aufenthaltsort von Mr. X und seiner Bande an die Jäger, sodass die drei kompetenten Ermittlerteams die Verfolgung aufnehmen konnten. Durch geschickte Kombination und enorme körperliche Fitness gelang den Jägern bereits nach 30 Minuten der erste Erfolg, als sie einen Handlanger von Mr. X in einer Sackgasse stellen konnten. Da das eigentliche Ziel jedoch Mr. X war, ging die Jagd natürlich weiter! Dabei wurden die dunklen und verwinkelten Gassen des Nauwieser Viertels genauso akribisch durchforstet wie verlassene Parkhausdächer, der Saarbrücker Hauptbahnhof, die Kongresshalle, das Schloss und der Landtag – denn wo sonst geschehen Verbrechen? Immer wieder konnten die Kriminalisten sich bis auf Sichtweite an Mr. X heranarbeiten, schafften es jedoch trotzdem nicht, ihn endgültig zu verhaften. Letztendlich kehrten alle zum Ausgangspunkt zurück, um zumindest ihren Teilerfolg bei Feuer und Fleisch zu feiern und sich von der anstrengenden Verfolgungsjagd zu erholen. Aufgrund der bis zum Erlöschen der letzten Glut nicht abflauenden Motivation, Mr. X doch noch zu schnappen, werden wir die Jagd zu gegebener Zeit fortsetzen!

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Jul 14

Selbst ist der Pfadi – 1996 Steine oder die Hüttenbauhütte 2015

Nachdem wir vor einiger Zeit endlich vom Gustav-Adolf-Haus in unsere eigene Pfadfinderhütte hinter der evangelischen Kirche umziehen konnten, kamen uns gleich viele Ideen für die Gestaltung unserer neuen Hütte. Diesen Sommer haben wir es nun endlich geschafft, die ersten dieser Ideen in innovative Bereicherungen umzusetzen. So haben wir in einer ersten Bauhütte im Mai eine Feuerstelle neben der Hütte angelegt, die sich nicht nur im Schwenkerland sehen lassen kann. Und weil wir nun mal Pfadfinder sind, haben wir unsere Feuerstelle auch nicht einfach nur gebaut, sondern sie gleich so abgemessen, dass wir in Zukunft auch eine unserer Jurten (große schwarze Zelte, in denen wir Feuer machen können) drüber bauen können. Da wir außerdem schon immer unter akutem Feuerholzmangel litten, legten wir uns auch gleich noch ein Holzlager hinter der Hütte an. Leider war der Boden um die Feuerstelle herum total schief, so dass wir in einer zweiten Bauhütte im Juli den Boden um die Feuerstelle begradigten mussten. In den nächsten Wochen wird dann noch neues Gras um die Feuerstelle herum gesät. Damit das Gras in Ruhe wachsen und sich ausleben kann, wird dies allerdings erst nach Beginn der Sommerferien geschehen. An weiteren Ideen mangelt es keineswegs, sodass sobald Mittel und helfende Hände zur Verfügung stehen, mit weiteren spektakulären Baumaßnahmen unsererseits gerechnet werden kann.

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Einige dieser Ideen beziehen sich auf den Innenausbau der Hütte, die momentan wenig Platz für Gruppenspiele und Ähnliches bietet. Dies ist hauptsächlich den alten Stühlen und Tischen geschuldet. Diese sollen entsorgt und durch praktische Sitzbänke am Rand der Hütte ersetzt werden. Unter den Bänken sollen Stauräume entstehen, in denen wir die Gruppenkisten (mit Spiel- und Bastelmaterial) und die Bierzeltganituren unterbringen können. Auch die Materialhütte soll ein wenig umgestaltet werden. Derzeit steht viel Material einfach auf dem Boden und nimmt somit der viel Platz ein. Wir wollen die über 20 Jahre alten Regale durch neue ersetzen, die mehr Stabilität und Stauraum bieten.
Außerdem sind vom Anlegen der Wege um die Kirche herum viele Granitsteine übrig geblieben, die die Kirchengemeinde uns zur kreativen Verfügung gestellt hat. Da trotz des Anlegens der großzügigen Feuerstelle noch einige Steine übrig sind (1996,um genau zu sein), kam uns die Idee, einen Steinofen zu bauen, um künftig Pizza, Flammkuchen und Brot backen zu können. Dies werden wir in zwei oder drei aufeinanderfolgenden Schritten umsetzten. Wir werden vermutlich noch im Herbst das Fundament legen, um dann im Frühjahr den eigentlichen Ofen hochzuziehen und ihn bereits im nächsten Sommer benutzen zu können.

 

Jun 15

#heuteschongeholfen? – Der Kirchentag 2015

Rund 98.000 Besucher fanden vom 03. bis 07. Juni 2015 den Weg zum 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT), der dieses Jahr in Stuttgart stattfand. Dabei lockt der DEKT nicht nur Besucher und “Schausteller”, sondern auch zahlreiche helfende Hände! Ca. 5.000 Helfer kommen an jedem DEKT zusammen, um den Einlass zu den Veranstaltungs- und Messehallen zu regeln, beim Umbau auf den Bühnen zu helfen und die Fragen der Besucher zu beantworten.  Unter den 5.000 Helfern sind etwa 1.800 – 2.000 Pfadfinder, von denen ca. 1.000 – 1.200 vom VCP kommen.

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Auch der Gau Saar war wie bereits seit vielen Jahren wieder als Helfergruppe beim Kirchentag vertreten. Am Nachmittag des 03. Juni fuhren wir gemeinsam mit einer Gruppe aus dem Gau Pfälzer Wald von Saarbrücken nach Stuttgart, wo uns bereits einige bekannte Gesichter erwarteten. Unsere Hallenleitung, die für unseren Einsatzort zuständigen Verantwortlichen, stammte nämlich größtenteils auch aus dem Gau Saar. Jedoch kannten wir auch die anderen “HLs” und den anderen Teil unserer Helfergruppe, die evangelische Jugend Pommern, schon von vorherigen Kirchentagen. Neu war allerdings, dass wir nicht in einer Halle arbeiteten, sondern dieses Jahr an einer Open Air Bühne eingeteilt waren, was sich in Anbetracht der hochsommerlichen Temperaturen als sehr angenehm herausstellte.

In Stuttgart angekommen suchten wir zunächst unsere “Helferschule” oder auch “VCP-Schule” auf, denn dort waren ausschließlich HelferInnen aus dem VCP untergebracht. Diese sollte unsere Unterkunft für die nächsten Tage sein. Nachdem wir unsere Schlafplätze eingerichtet und uns um die Steckdosen herum gruppiert hatten, machten wir uns auf den Weg zum “Oberen Schlossgarten”, wo direkt neben einem großen Wasserbecken die Bühne stand, für die wir in den folgenden Tagen zuständig waren. Hier begrüßte uns unsere Hallenleitung und wir wurden zusammen mit dem Rest unserer Helfergruppe in den Arbeitsablauf eingewiesen: Es würde Früh-, Mittags- und Spätschichten geben, die jeweils 6 Stunden dauern würden und auf die wir uns im Anschluss gleichmäßig verteilten. Unsere Erste Aufgabe erledigten wir noch am selben Abend, dem “Abend der Begegnung”: An alle Zuschauer an unserer Bühne verteilten wir Kerzen, welche wir um 22:27(!) Uhr anzündeten, sodass um 22.30 Uhr ein sehenswertes Lichterspektakel stattfinden konnte.

Am nächsten Tag betreute ein Teil unserer Gruppe ausnahmsweise eine Veranstaltung in der Oper, die sich ganz in der Nähe unserer Bühne befand und wo wir Bekanntschaft mit ein paar Einzelhelfern machten – unter anderem ein sehr junger Pfarrer, der uns über die Vorzüge eines Theologiestudiums im Vergleich zu einem Jurastudium aufklärte…

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An den übrigen Tagen bestand unsere Arbeit hauptsächlich daraus, Kirchentagsschals zu verspenden, Zeitungen zu verteilen, die Fläche um unsere Bühne herum sauber zu halten, den deutsch-israelischen Friedensbaum zu beschützen, den Künstlern beim Bühnen-Umbau zu helfen und Besuchern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Neben unseren Schichten blieb dabei immer genug Zeit, um Stuttgart und die Angebote des Kirchentages zu erkunden. Verpflegt wurden wir je nach Schicht über Lunchpakete oder eine zentrale Mitarbeiterverpflegung, die mit der Bahn zu erreichen war und Frühstück gab es sowieso jeden Morgen in unserer Schule – insgesamt wurden dabei übrigens 222.296 Brötchen verteilt ;-) #unnützeswissen
Die Abende verbrachten viele von uns in der “VCP-Kneipe” (eigentlich eine Studentenkneipe), in der man immer andere Pfadfinder traf, mit denen man gemeinsam feiern und singen konnte. Für den zweiten Abend buchte der VCP zudem das Vereinsheim des VfB Stuttgart, wo wir uns zu einem offiziellen Singeabend zusammenfanden. Nachdem wir am letzten Abend alles, was nicht fest in die Bühne verbaut war, wieder in Kisten geräumt hatten, bedankte sich die Hallenleitung für unsere Hilfe und verabschiedete uns ein letztes Mal in die Stuttgarter Nacht.

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Am Sonntagmorgen hatten wir nach einer teilweise sehr kurzen letzten Nacht schließlich noch einen sehr frühen Arbeitseinsatz beim großen Abschlussgottesdienst (zu Kirchenliedern zu dancen hielt uns fit), bevor wir uns gegen Mittag wieder auf den Heimweg machten. Der Kirchentag war auch dieses Jahr wieder für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung mit viel Spaß und zahlreichen neuen Begegnungen. Wir freuen uns auf das nächste Mal!

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Mai 29

Christihimmelfahrtslager 2015 – Harry Potter und das ChriHiFaLa

Im März 2015 verließen unzählige Eulen die “Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei” in Richtung Saarbrücken und überbrachten den angehenden Hexen und Zauberern des Gau Saar ihre Einladung zum “ChriHiFaLa”. Am 13. Mai war es dann endlich soweit und die neuen Schüler trafen an Gleis 9 3/4 ein. Sehr überrascht waren alle, dass der “Hogwarts-Express” wie ein Bus aussah – immer diese Bahnstreiks… Die Verwirrung hielt an, als  der Hogwarts-Express uns nicht nach Hogwarts, sondern nur zur “Bundesmühle” der CP Saar nach Zerf brachte – im Kino sah das alles irgendwie anders aus. Nach ein paar Zaubersprüchen von Schulleiter Albus Dumbledore erschien allerdings doch noch das Hogwarts-Schloss vor unseren Augen.

Am Abend gab es ein Festmahl und der “sprechende Hut” teilte die Schüler ihren Häusern zu. Der Stundenplan begann bereits am nächsten Morgen und war sehr durchgeplant. Zuerst lernte man sich in seinen Häuseren kennen, bevor man gemeinsam die Hausfahne aufstellte. Dann stand auch schon die erste Schulstunde an. Es ging in den “Verbotenen Wald”, wo man sich seinen neuen Zauberstab suchte und ihn dann mit Zauberwerkzeug von Mr. Ollivander in Form brachte. Am Nachmittag gab es erste Flugstunden auf dem Besen, bevor endlich das heiß ersehnte Quidditch-Tunier anstand, welches Ravenclaw für sich entscheiden konnte. Den Sieg von Ravenclaw feierten wir im Anschluss noch gebührend am Lagerfeuer.

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Am nächsten Morgen war Dumbledore sichtlich nervös, denn er hatte schlimme Nachrichten erhalten. Alle Schüler wurden zusammengerufen und mussten unter Anleitung des Lehrers in “Verteidigung gegen die dunkeln Künste” einen Zauberknoten knüpfen. Diesen sollten sie dann an ihrem Schal in den Farben ihres Hauses tragen, um gegen dunkle Magie geschützt zu sein. Nach dem Mittagessen zogen sich die Lehrer zurück, um über die Gefahren zu beraten, die auf Hogwarts zukommen könnten. Die Schüler nutzten die Zeit für eine Runde Lifter. Nach der Beratung der Lehrer wollten diese wissen, ob die Schüler schon genügend Wissen gesammelt hatten. Um das Wissen zu prüfen, gab es einen Test in Form eines Quiz zwischen den einzelnen Häusern. Hier wurde natürlich zum Teil das Wissen über Hogwarts getestet, aber auch allgemeines Zauberer- bzw. Pfadfinder-Wissen war von Nöten. Und naja, wie sollte es auch anders sein, das Quiz gewannen natürlich die “Streber” aus Ravenclaw.

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Nachdem am Abend die jüngsten Schüler in ihren Betten verschwunden waren, zog der Rest (bis auf drei Vertrauensschüler) in den “Verbotenen Wald”, um ein paar auserwählte Schüler bei einer zauberhaften Zeremonie in einen höheren Zauberrang zu erheben (in Muggle-Sprache: “Pfadfinderaufnahme”).
 

Mittlerweile hatten wir schon sehr viel gelernt und da die Gefahr für Hogwarts wuchs, sendete Dumbledore uns in die Zauberwelt hinaus, um die Heiligtümer des Todes und die sieben Horkruxe zu finden. Der Weg führte über hohe Berge und tiefe Täler, durch dichte Urwälder und über reißende Flüsse. Bei diesen Herausforderungen konnte Hufflepuff die meisten Hauspunkte sammeln.

Langsam neigte sich das Schuljahr auch schon dem Ende zu und so trafen sich die Schüler am Abend zu einem großen Festbankett. Die Feierlichkeiten wurden jedoch plötzlich gestört! Der “Dunkle Lord” war mit seinem Gefolge in Hogwarts eingedrungen. Dumbledore stellte sich ihm mutig entgegen, musste sich dem Dunklen Lord aber im folgenden Wettzaubern geschlagen geben. Dieser erklärte daraufhin eigenmächtig Slytherin zum Gewinner des Hauspokals, um die dunklen Mächte in Hogwarts voranzutreiben. Bevor Slytherin diesen jedoch entgegen nehmen konnte, taten sich die anderen Häuser zusammen und unter Einsatz der gesammelten Heiligtümer konnte der Dunkle Lord verjagt werden.

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Nachdem sich Dumbledore über Nacht von seinen Verletzungen erholt hatte, gab er am Morgen, bevor die Schüler die Heimreise antraten, den wahren Gewinner des Hauspokals bekannt. Eigentlich lagen Slytherin und Hufflepuff gleich auf, aber Hogwarts wäre nicht Hogwarts, wenn Dumbledore nicht noch ein paar Sonderpunkte zu vergeben hätte. Wegen besonderer Tapferkeit wurden Gryffindor noch einige Punkte zugeteilt und so kam es, wie es kommen musste: Auch in diesem Schuljahr konnte Gryffindor den Hauspokal wieder sein Eigen nennen!

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Mai 27

Nacht der Kirchen in Saarbrücken

Die PfadfinderInnen des VCP Gau Saar waren von ihrer Geburtsstunde an bei der Nacht der Kirche dabei, jedoch mussten wir in den letzten beiden Jahreen leider aufgrund anderer Termine aussetzen. Pfingsten 2015 war es dann endlich wieder so weit: Wir packten Kerzen, Fahnen und Gitarren ein und schlugen unsere “Zeltkirche” auf der Gemeindewiese der “Alten Kirche” Saarbrücken auf.

P5242855Zwar waren wir in den vorherigen Jahren immer direkt auf der “Saarwiese” vertreten und hatten daher Sorge, dass dieses Jahr weniger Besucher den Weg zu uns finden würden, jedoch stellte sich diese Befürchtung als unbegründet heraus. Wir hatten sogar deutlich mehr Gäste als in den Jahren zuvor, was uns natürlich sehr gefreut hat.

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Eingeladen waren unsere Gäste, in unserer Runde etwas zur Ruhe zu kommen und sich auf Pfingsten zu besinnen. Daneben gab es einen Einblick in die Entstehung und die Arbeit der Pfadfinder sowie eine Aufklärung darüber, Pfadfinder mit Kirche und Pfadfinderei mit Pfingsten zu tun hat. Diese gemütlichen Runden waren eingebettet in Lieder, die inhaltlich von Pfadfindern, dem Miteinander, dem Frieden und auch von Pfingsten handelten. Abgerundet wurden unsere kleinen Runden jeweils mit einer Tasse Tschai für die Gäste. Natürlich konnte man danach auch noch in der Zeltkirche verweilen oder auch in kleinen Gesprächsrunden mehr über uns und unsere Arbeit erfahren. Besonders gefreut hat es uns, dass wir dieses Jahr deutlich mehr Kinder in unserer Runde begrüßen konnten.

Die Nacht der Kirchen war eine sehr besinnliche Aktion, auf die wir uns auch im nächsten Jahr wieder freuen!

Mehr Informationen finden Sie unter www.nacht-der-kirchen-saar.de/

Jan 16

Weihnachtsmarkt 2014

Auch 2014 war der Gau Saar wieder mit einem eigenen Stand auf dem Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt am Schloss vertreten, der traditionell am letzten Novemberwochenende stattfindet.

Nach den Mühen des Aufbaus am Freitagabend waren die folgenden beiden Tage ein voller Erfolg. Viele alte und neue Gesichter schauten in unserer Jurte vorbei, die auch spät abends noch zahlreiche Besucher lockte. Ob das an dem stimmungsvollen Licht lag?

Wir boten Waffeln, Kakao, Kaffee und selbst gekochten Tschai an – ein sehr gefragtes Angebot bei den winterlichen Außentemperaturen. Gegen freiwillige Spenden konnten Besucher sich zudem mit unserem selbst gekochten Tschai Gelee und selbst gebundenen Mistelzweigen ausstatten. Um das den meisten Nicht-Pfadfindern unbekannte Tschai Gelee ein wenig zu bewerben, boten wir mit Tschai Gelee bestrichene Waffeln zum Probieren an, was ebenfalls sehr gut von den Besuchern angenommen wurde. Es wurde viel erzählt, gesungen und gelacht und insgesamt können wir auf ein besinnliches Wochenende zurückblicken, bei dem wie jedes Jahr wieder viele bekannte Gesichter den Weg zu uns gefunden haben.

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Wir möchten uns noch einmal bei allen Helfern bedanken, die den Weihnachtsmarkt mit uns organisiert und gestaltet haben und hoffen, auch im nächsten Jahr wieder so viele Besucher begrüßen zu können.

 

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